Trzenschiok und Andersen sammeln fleißig WM-Medaillen Artikel von Kai
Drachenboot-Weltmeisterschaften: Sechs Silber- und drei Bronzemedaillen in Polen
Mit insgesamt neun Medaillen kehrten Anne Andersen und Andreas Trzenschiok von den Drachenboot-Weltmeisterschaften aus Poznan (Polen) nach Gießen zurück. Einziger Wermutstropfen war, dass Vereinskamerad Jürgen Hüttenberger die WM-Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen musste und damit in Polen nicht an den Start ging.
Sowohl Trzenschiok, als auch Andersen sind im Wassersport keine unbekannten Gesichter. Trzenschiok feierte in den vergangenen Jahren WM-Erfolge im Drachenbootsport und sammelte zudem als deutscher Sprintmeister im Rudern große Erfolge in einer artverwandten Sportart. Auch Andersen kommt aus dem Rudersport und war als gebürtige Dänin WM-Teilnehmerin im Frauen-Doppelvierer.
In Poznan ging der durchtrainierte Hassia-Paddler Trzenschiok zuerst über die 200 Meter-Supersprintdistanz an den Start. Durch eine starke Leistung qualifizierte sich das deutsche Boot für das Finale und belegte dort den zweiten Platz hinter dem starken russischen Nationalkader. Eine weitere Silbermedaille sprang für den Technischen Angestellten Trzenschiok über die 2000-Meter-Strecke heraus. Aber auch hier waren es die Russen, die das deutsche Drachenboot hinter sich ließen. Für eine Überraschung sorgte das Boot um den Mittelhessen dann über die 500 Meter-Strecke. Eigentlich waren die deutschen Vertreter über diese Distanz nicht als Medaillenkandidaten gehandelt worden, sorgten aber auch hier mit dem Gewinn der Bronzemedaille für einen weiteren Erfolg.
Für die großgewachsene Paddlerin Anne Andersen verlief die Weltmeisterschaft ebenso überaus erfreulich. Sie gewann die Silbermedaille mit der Nationalmannschaft der Frauen über alle drei Renndistanzen und verbuchte damit einen Achtungserfolg im internationalen Drachenbootrennsport. Auch in der Mixed-Klasse startete Andersen und sorgte mit ihrem Team für drei Bronzemedaillen über die 200, 500 und 1000 Meter-Distanzen.
Mit der WM-Teilnahme in Polen und den Clubbootweltmeisterschaften vergangenen Monat in Malaysia endet für beide Athleten eine überaus zeit- und kostenintensive Saison.
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