Trzenschiok errang 2x Gold auf der Drachenboot-WM in Toronto!!!
Auch Meyer brachte Goldmedaille mit nach Gießen!!!

Über 3000 Athleten aus 22 Nationen sorgten bei der 5. Drachenbootweltmeisterschaft der Vereinsmannschaften in Toronto (Kanada) auf der für 22 Millionen Dollar neu errichteten Wettkampfstrecke für ein riesen Spektakel der ganz besonderen Art. Nicht nur mit dabei, sondern ganz vorne fanden sich am Ende der Wettkämpfe die heimischen Drachenbootpaddler Andreas Trzenschiok, Thiemo Meyer (beide Gießener Ruderclub Hassia) und Oliver Friedl (Paddelclub Wißmar). Sie sorgten mit zwei Gold- und drei Bronzemedaillen für einen unerwarteten Erfolg.

Das Team der "Kurpfalz Dragons" (Baden-Württemberg) konnte sich im letzten Jahr mit mehreren Meistertiteln bei der deutschen Drachenbootmeisterschaft in Niedersachsen für die Weltmeisterschaften in Toronto qualifizieren und konnte sich bei mehreren Starts auf internationalen Regatten in Deutschland und dem europäischen Ausland auf die Weltmeisterschaften vorbereiten. Dabei fing es für die "Kurpfalz Dragons" mit dem fünften Platz im ersten Rennen über die 200 Meter Supersprintdistanz in der Mixed-Klasse nicht zufriedenstellend an.

Trzenschiok/Friedl starteten für Deutschland im 2000 Meter-Verfolgungsrennen. Mit langen wuchtigen Schlägen setzte sich das Boot, dass sich komplett aus aktiven und ehemaligen Leistungssportlern zusammensetzt, schnell an die Spitze des Feldes und verwies 14 Nationen auf die Plätze. Besonders erfreulich, dass das 22-köpfige Boot mit den heimischen Paddlern sogar deutlich die favorisierten Boote aus Kanada und China mit sechs Sekunden hinter sich lassen konnte und so für die erste Goldmedaille sorgte.

Eine weitere Goldmedaille gelangen dem 37-jährigen Trzenschiok mit Thiemo Meyer im Finale über die 500 Meter Sprintdistanz. Vom Start weg ging das deutsche Boot in Führung und lieferte sich im Endspurt einen harten Bord-an-Bord-Kampf mit dem favorisierten Boot aus Kanada . Hauchdünn mit vierundzwanzig Hundertstelsekunden hatte das sprintstarke Team um Trzenschiok/Meyer den Drachenkopf zuerst über die Ziellinie geschoben. "Es ist unglaublich, dass wir hier nicht nur mitpaddeln, sondern der Konkurrenz das Heck zeigen" zeigte sich auch der athletisch gewachsene Thiemo Meyer überglücklich über die Goldmedaille.

Insbesondere für Trzenschiok/Meyer war die Drachenbootweltmeisterschaft ein "Ausflug" in ungewohntes Terrain, den die Ruderer dennoch mit einem überragenden Ergebnis absolvierten. "Mein Ziel ist bei weitem übertroffen worden und ich werde dem Drachenbootsport treu bleiben" so Trzenschiok.

Dennoch widmet sich der Hassia-Ruderer auch weiterhin dem Rudersport. Bereits in wenigen Wochen beabsichtigt er nach dem Ausscheiden seines Ruderpartners Jürgen Hüttenberger bei den Deutschen Sprintmeisterschaften in Essen/Kettwig an den Start zu gehen, um sich dort den Titel des Sprintmeisters erneut zu sichern. Nicht wie gewohnt im Einer beabsichtigt der muskelbepackte Ruderer sich der Konkurrenz zu stellen - geplant ist der Doppelzweier gemeinsam mit Michael Philips von dem Limburger Club für Wassersport.

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