Die "Wilden Hassianer" siegten zum 3. Mal in Folge in Marburg

Aber auch die "Flinken Sioux" kamen bis ins Viertelfinale!

Auch im Jahr 2004 kommt der Sieger im Marburger Drachenboot Cup "3 Tage Marburg" aus Gießen. Die "Wilden Hassianer" entschieden nun zum dritten mal in Folge die Ausscheidung über die 250 Meter Sprint-Distanz für sich und ließen dieses Jahr 91 Boote hinter sich.

Die Zusammensetzung des Bootes war gemischt aus aktiven und ehemaligen Rennruderern. Normalerweise trainieren diese in schmalen Rennboten und betreiben somit eine völlig andere Sportdisziplin nämlich das Rudern. Aus Neugier und Sportgeist entstand vor gut vier Jahren die Idee an einem Drachenboot Cup teilzunehmen, um in der "fremden" Disziplin gegen geübte Paddler anzutreten. Trotz des mangelnden Trainings im fremden Drachenboot konnte diese Verlegenheitsmannschaft immer wieder punkten und siegen.
Die "Flinken Sioux" noch ganz frisch und flink ;-) .......

Erneut reichte das rhythmische Taktgefühl der Ruderer im fremden Drachenboot aus, um die Nase bei den Marburger Läufen vorne zu haben. Im Vorlauf siegten die Hassianer mit der zweitbesten Zeit gegen ein Regionalteam aus Marburg und erreichten dadurch das Viertelfinale. Das gleiche Kunststück gelang übrigens der zweiten Hassia Mannschaft, den "Flinken Sioux" (ausgesprochen wird es übrigens "Su" - nicht so wie der Sprecher in Marburg, der von "Siox" sprach), welche durch geschickten Rhythmus den Vorlauf gewannen, um dann im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten, eine Kraftsportgruppe aus Marburg, auszuscheiden. Dabei erreichten die Hassianer die 6.-beste Zeit der Viertelfinalteilnehmer! Ein Achtungserfolg der Motivation zur Fortsetzung der Aktivitäten geben sollte.
Die "Flinken Sioux" gewannen ihren Vorlauf knapp mit der 8.-schnellsten Vorlaufzeit. Damit erreichten sie das Viertelfinale.

Im Halbfinale kam es zur Wiederholung des Vorjahres Finale gegen die Frankfurter "Fluggis". Hier konnten die "wilden Hassianer" erstmals einen konstanten und sauberen Schlag durchfahren und wurden mit der Qualifikation für das Tagesfinale am Sonntag belohnt. Hier kam es dann zur Wiederauflage des "Klassikers" gegen das Fitness Team aus Marburg "Fit and Fun Piraten". Diese lagen am Start bis zur Streckenhälfte vorne, bedingt durch Schnellkraft Vorteile der Kraftsportler. Wiederum gelang es dem Giessener Boot den Spieß umzudrehen und durch einen starken Endspurt die Marburger hinter sich zu lassen, dies nun zum vierten mal in Folge in den Sonntagsrennen des Marburger Cups seit 2001.

Im großen Finale standen sich kurioserweise zwei ursprüngliche Rudermannschaften im Drachenboot gegenüber, die gleiche Paarung hatte man schon im Jahr 2002 gesehen. Der Marburger Ruderverein ("Baggersee-Normannen") hatte es geschafft den Tagessieg am Samstag zu erringen und traf nun im großen Cup Finale am Sonntag auf die Hassianer, welche schon vier Rennen in den Knochen hatten. Vorteile lagen hier bei den Marburgern, die seit Monaten im Drachenboot regelmäßig trainieren. Das konnte man bereits in der Startphase erkennen - mit gleichmäßigen und langen Schlägen fuhren die Marburger dem Hassia Boot auf und davon und es sah 150 Meter vor dem Ziel nach einem klaren Erfolg für die MRV Crew aus. Wäre da nicht der fulminante Endspurt der Giessener gewesen, der schon in den Vorjahren zu hauchdünnen Kantersiegen geführt hatte. Das Glück blieb dem Hassia Boot treu und man setzte sich wenige Meter vor dem Ziel in Front und gewann in einem packenden Finish den Gesamtsieg des Marburger Cups und qualifizierte sich für den süddeutschen Städte Cup in Frankfurt am 28. August.
Die "Wilden Hassianer" kämpften sich über Vorlauf, Viertel-, Halb- und Tagesfinale bis ins Finale um den Gesamtsieg.
Das Bild zeigt den Vorlauf....
Nachdem die "Fit-und-Fun-Piraten" im Tagesfinale geschlagen wurden, konnten auch die "Baggersee- Normannen" durch einen sehr guten Endspurt niedergerungen werden!
Das Bild zeigt das Gesamtfinale nach ca. 100 m - mit deutlicher Führung für die "Baggersee- Normannen" (rechts in blauen Trikots)! Kaum vorstellbar, dass wir dieses Rennen noch gewannen - aber es war so...
Relativ syncrone Blattarbeit... Hier zu sehen im Finale!
Ausgepumpt nach der ersten riesigen Freude und mehreren Ehrenrunden die siegreiche Mannschaft!
Riesig die Freude nicht nur bei dem Anhang der Gießener - nein - es gab auch Mannschaften aus anderen Städten, die uns den Sieg sehr gegönnt haben (Dank an die "Fluggis" aus Frankfurt, das tat gut!!!).