Gutes Abschneiden in Pont a Mousson (Danke für die Infos, Ernst)


Auch in 2011 war die 9 km-Langstreckenregatta in Pont a Mousson auf der französischen Mosel wieder der Regatta-Auftakt für die Saison. Gegenüber den Vorjahren war jedoch der Modus verändert worden: die Regatta wurde auf den Samstag Nachmittag ( 12.03.2011 ) verlegt und erstmalig als Handicap-Regatta ausgetragen.

Jede Mannschaft erhielt je nach Bootsgattung, Alter und Geschlechterverteilung ein Handicap gleich am Start, sodaß theoretisch alle Boote gleichzeitig im Ziel eintreffen, wenn die Mannschaften gleichwertig wären. So ist das Rennen sehr spannend, da jede andere Mannschaft ein Gegner ist, den es zu schlagen gilt. Man weiß genau, daß man alle Mannschaften, die vor einem gestartet sind, einholen muß und daß man sich nicht von einer aufholenden Mannschaft überholen lassen darf, wenn man gewinnen will.

Für die Hassia startete Ernst Pawlowsky zusammen mit Hilko Koch (Crefelder RC), Michael Veltum (Hellas Offenbach), Walter Breitfelder (RG Wetzlar) sowie Steuerfrau Ruth Hoffmann. In der Altersklasse E (MdA 55 J.) erschien nach der Handicap-Tabelle der gesteuerte Renn-Doppelvierer als aussichtsreichste Bootsklasse.
Auch wenn Teile der Mannschaft jeweils schon früher in anderen Konstellationen miteinander gerudert hatten, war diese Mannschaft ein Experiment, da man so zum ersten Mal und ohne gemeinsames Training miteinander startete. Doch die drei erfahrenen Skuller und ein anpassungsfähiger Neueinsteiger fanden schnell zusammen. Mit der Startnummer 23 von insgesamt 34 Booten und 5:30 Minuten Handicap von maximal 8:00 Minuten lag die Renngemeinschaft in der Startreihenfolge weiter hinten, konnte jedoch bei Gegenwind schon bis zur ersten Wendeboje nach ca. 3 km etliche der vor ihnen gestarteten Boote überholen.

Bis zur nächsten Wendeboje nach weiteren 4,5 km mit Rückenwind lagen nur noch 2 Boote vor der Mannschaft ohne, daß sie von hinten bedrängt worden wäre. Auf dem letzten Teilstück, jetzt wieder gegen den Wind, gelang es noch, ein weiteres Boot zu überholen und als zweites Boot die Ziellinie zu überqueren.

Die Mannschaft von links nach rechts: Ernst Pawlowsky, Ruth Hoffmann, Hilko Koch, Michael Veltum und Walter Breitfelder

Bei der Siegerehrung gab es dann allerdings noch eine kleine Enttäuschung: Da der Veranstalter den Handicap-Start beim ersten Mal noch nicht ganz im Griff gehabt hatte, hatte er die tatsächlichen Start- und Zielzeiten miteinander verrechnet mit dem Ergebnis, daß die Mannschaft um Schlagmann Ernst Pawlowsky den 3. Platz in der Gesamtwertung erreicht hatte, 3 errechnete Sekunden hinter dem auf der letzten Teilstrecke überholten Boot.

Doch letztlich war man mit dem erreichten Ergebnis sehr zufrieden und tröstete sich mit einem opulenten Abendessen, bevor man am Sonntag die Heimreise antrat.


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